Post mortem
Oktober 2, 2007
Nach dem Tod ist es dunkel.
Oder hell.
Vielleicht ist man im Himmel.
Oder in der Hölle.
Im Nirvana.
Einem anderen Aggregatzustand.
Was auch immer – glaubt doch, was ihr wollt.
Aber wenn man sich – wie ich – nicht sicher ist, will man auf Nummer sicher gehen.
Denn es könnte ja sein, daß man sich in der Bretterkiste schlicht – wenn man könnte – zu Tode langweilt.
Darum werde ich eventuellen Nachfahren das Folgende abverlangen:
Werft mir ab und zu mal eine Zeitung auf´s Grab.
Meine Neugier ist nicht totzukriegen. Unerträglich ist mir der Gedannke, daß ich nach meinem Tod nicht wissen können soll, auf welche Weise sich die Welt weiterdreht.
Die Sonntagsausgabe wird ihres Umfangs wegen bevorzugt.
Und euer Karma-Konto wird´s euch danken.
Manches Alltägliche…
September 30, 2007
…erscheint mir als kleines Rätsel.
Nehmen wir zum Beispiel die Tagesschau.
Nach den Nachrichten kommt der Sportteil.
Sport.
Warum eigentlich Sport?
Warum ausgerechnet Sport?
Warum nicht etwas anderes?
Warum nicht zum Beispiel Kunst?
Kultur?
Irgendwas anderes als ausgerechnet Sport?
Wer oder was hat entschieden, daß ausgerechnet Sport eine derartige Auswalzung in den sowieso schon knapp bemessenen Minuten der Tagesschau verdient?
Und um etwaigen Kommentaren zuvor zu kommen: 1. Ja, ich hege kein besonderes Interesse an Sport; und 2. Ja, ich weiß, daß hinter der Sportmaschinerie eine Menge Geld steckt…
Und by the way: Ich finde ja sowieso, daß die Tagesschau überbewertet ist. Tradition bedeutet nunmal nicht gleich Qualität.
Mein persönliches Wort des Tages:
September 20, 2007
Pumpensumpf.
Überrascht festgestellt, als …
September 17, 2007
…mein Perfektionismus mich am Beenden meiner Seminararbeit hinderte:
Ein Schlückchen Wein hat geholfen.
Keine Flasche, kein ganzes Glas, nur ein Schlückchen.
Der Geschmack des Weins versetzte mich augenblicklich in gelassene Feierabendstimmung, denn da gehört Alkohol für mich hin – in den Feierabend. Und dort wird er ausschließlich in Gesellschaft getrunken.
Und damit sich das auch nicht ändert, gibt es auch keine Wiederholung der oben beschriebenen Prozedur.
Aber: Für dieses eine Mal schwand mein Perfektionismus, und die Worte tippten sich fast von allein in die Tastatur.
Das Ergebnis ist allerdings auch nicht perfekt geraten – zumal ich mich für die Alte Geschichte nur schwer erwärmen kann und ich mich mit der Untersuchung der Christenverfolgungen unter Marc Aurel recht quälte - aber immerhin habe ich die Deadline eingehalten.
In Anbetracht dessen, daß mir noch eine Seminararbeit bevorsteht…und eine Zwischenprüfung noch dazu, hält sich meine Euphorie über die Abgabe dieser Hausarbeit in Grenzen.
Aber ein oder zwei Tage werde ich mir nehmen und mal nicht an die Uni denken.
Jawohl.
Machen wir es Schäuble doch ein bisserl leichter…
September 11, 2007
Babies sind nicht immer süß
September 9, 2007
Babies sind was Süßes. Keine Frage.
Sie glucksen, sie quietschen – und ihr Lächeln entfaltet erfolgreich die brachiale Macht des Kindchenschemas.
Babies sind ein idealer Hingucker und Zeitschinder, wenn Gespräche schleppend vorangehen.
Oder wenn man sich die miesepetrigen Gesicher der Menschen in der U-Bahn nicht anschauen mag.
Hunde eignen sich dazu im Übrigen auch ganz hervorragend.
Motz-Verkäufer dagegen nur bedingt.
Ein Baby hat dagegen auch einen entscheidenden Nachteil.
Sie sind eine echte Belastung für Freundschaften.
Das Dauergegluckse, Gelächle und die fortwährende Aufmerksamkeit, die Babies fordern, verhindern tiefe Gespräche.
Alle paar Minuten muß sich um´s Baby gekümmert werden. Windeln wechseln, Trinkfläschchen geben, Mütze zurechtrücken, Herumtragen, Butzi-Butzi-Spielen und dergleichen mehr.
Als babylose Freundin bringt man natürlich Verständnis und Gelassenheit mit.
Man nimmt am Windeln-wechseln teil, hält auch mal das Fläschchen, läßt sich das Baby zum Herumtragen auch mal in den Arm legen, macht auch mal Butzi-Butzi…und hofft, daß das kleine Ding endlich mal einschläft, damit man sich mit der Mama in Ruhe unterhalten kann.
Aber das Baby schläft nicht.
Und so verbringt man einen gemeinsamen Nachmittag miteinander, der sich ausschließlich um´s Baby dreht.
Man trennt sich mit den Worten: „Das nächste Mal können wir bestimmt mal quatschen…die Kleine war einfach so aufgedreht heute“.
Man selbst hofft das auch.
Seit über einem Jahr inzwischen.
Und so kann mir das Kind nicht schnell genug genug groß werden.
Immerhin gibt es dann die Chance, mich endlich mal wieder in Ruhe mit meiner Freundin zu unterhalten.
Abseits von Verdauungsproblematiken, durchbrechenden Zähnen, Sapperlätzchen und Babyschwimmkursen.
Nachwirkungen
September 2, 2007
Zwei Wochen ist mein andalusisches Herz nun schon wieder in sonnigen Gefilden.
Meine Zukunftsplanung hat es durcheinandergeschüttelt.
Auch wenn meine Zukunft unabhängig von ihm stattfinden wird und soll.
Das Ende meines Studiums lugt schon um die Ecke – ein gutes Jahr noch bis dahin.
Und ich habe beschlossen: Nach meinem Abschluß gehe ich nach Spanien.
Erst einmal für ein halbes oder dreiviertel Jahr.
Um mein Spanisch auf Vordermann zu bringen.
Um herauszufinden, ob Spanien für mich eine Alternative zu Deutschland sein könnte.
Und ob ich die Mentalität, die spanische Lebensart und das Sein und Bestehen in einem fremden Land ohne Sicherheitsnetz von Famile und Freunden meistern könnte oder nicht.
Also wenn wer Kontakte zum Goethe-Institut oder den Reportern ohne Grenzen in Spanien hat…hier! hier! hier!
Neben Langfristigem hat das andalusische Herz auch meinen jetzigen Alltag verändert.
Statt deutschem Fernsehen schaue ich nun spanische Sender über das Internet, höre fast nur noch spanische Musik und lese zum ersten Mal Isabel Allende – im Original.
Und by the way: Warum hat mir eigentlich niemand gesagt, daß es viel mehr Sinn macht, statt Lateinkursen lieber spanisch zu belegen?
So naheliegend…und doch kam ich erst jetzt drauf.
Darum: In den mir verbleibenden Semestern an der Uni wird parallel spanisch gelernt.
Ich spreche nicht übel…dafür, daß ich alles per Learning-by-doing gelernt habe und noch nie eine spanische Grammatik in den Händen hatte…aber nun wird´s Zeit.
Und ich freue mich darauf.
Auf die Zukunft insgesamt.
Es läßt sich alles recht gut an…auch wenn die Pläne noch unausgegoren weil so frisch sind.
Aber Pläne sind´s.
Ans Herz gelegt wurde mit heute:
August 31, 2007
„Dear, embrace the embarrassment.“
Ich folge diesem Rat nicht.
Und darum werdet ihr auch nicht erfahren, was mir heute an Peinlichkeiten zuhauf passiert ist.
Mi Diario Personal
August 30, 2007
Hoy no he escrito nada
en mi diario personal
no había nada personal
que escribir en mi diario
y entre páginas en blanco
no he sabido que escribir
nada que decir.
Mi diario personal
tan pequeño y tan legal
donde viven los recuerdos
que me ayudan a vivir.
Mi diario personal
con una página en blanco
que no he sabido escribir.
Mi diario personal
con frases desordenadas
fechas que no son exactas páginas no numeradas
sin nombre ni titulares
solo efectos personales
y páginas en blanco.
Olía a rosas mi diario
el día que hablaba de ti
había un beso de tus labios
y una mancha de carmín
sabía a dulce mi diario
de aquel que te gusta a ti
y una nota de tu mano
que nunca más entendí.
Mi diario personal
tan pequeño y tan legal
donde viven los recuerdos
que me ayudan a vivir.
Mi diario personal
con una página en blanco
que no he sabido escribir.
(von Jarabe de Palo)
Nach zwei Wochen Ausnahmezustand…
August 20, 2007
mit einem andalusischen Herzen an meiner Seite fällt es doch schwer, in die Realität zurückzukehren.
Zu schnell wurde mir der Ausnahmezustand zur lieb gewonnenen Alltäglichkeit.
Und nun – das andalusische Herz ist wieder in Sevilla - kann ich mich kaum mehr daran erinnern, wie mein Alltag vor dem Ausnahmezustand ausgesehen hat…
