als ich letzte Nacht in einer verqualmten Jazz-Bar meine letzte Zigarette ausdrückte und verkündete: „So! Das war´s!“

Ich raffte meine Sachen, rutschte möglichst elegant vom Barhocker (mit Rock ein gewagtes Unterfangen), und verließ die Bar…fanfarenartige Saxophonklänge noch im Ohr.

Die Tür klappte hinter mir zu, ich atmete tief ein und sog die kalte Nachtluft in mich ein. Ich genoß das euphorische Gefühl des Gesiegt-habens.

Da ging die Tür hinter mir wieder auf. Ein junger, allzu beflissener Engländer hielt mir meine Zigaretten unter die Nase, die ich absichtlich auf dem Tresen hatte liegen lassen.

Vermutlich war mir das elegante vom-Barhocker-rutschen einfach zu gut gelungen.

„You forgot..“, setzt er an.
„I didn´t“, unterbreche ich ihn sofort.

„I quit. Just right now.“

Der arme Kerl…er schaute ganz verwirrt und trollte sich.
Ich warf mir meinen Schal über die Schulter und schlenderte die Straße hinunter…
Unbändigen Stolz im Herzen.

Unnötig zu erwähnen, daß ich nach knapp 24 Stunden ohne Nikotin ein unleidliches Wrack bin…

4 Responses to “Unbändigen Stolz verspürt,”

  1. lapuce Says:

    Du schaffst das!!! Nicht aufgeben ok? Ich komme auch bald mal wieder nach Berlin, zur moralischen Unterstützung!
    Viele liebe Grüsse aus der Hauptstadt Europas (oder so), La puce

  2. stylebitch Says:

    Ich gratuliere und wünsche wackeres Durchhalten. Es gibt schließlich noch genug andere, weniger gesundheitsgefährdende Laser. Bloggen beispielsweise :-) Ach ja: Srozhdestvom Kristovym!

    P.S. Das war Ukrainisch


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